Am Freitag, den 01.05.2026, trafen wir uns an der Kaulsdorfer Schwimmhalle. Nachdem sowohl 14 Sportler und zwei Betreuer, als auch massenweise Koffer erfolgreich auf die zwei Autos aufgeteilt wurden, konnten wir um 14 Uhr pünktlich losfahren. Unser Ziel: Der HanseDom in Stralsund.
Nach 4 Stunden und einer erstaunlich ruhigen Autofahrt fanden wir uns in einem 30 Minuten von Stralsund entfernten, ruhigen Örtchen wieder. Nach einem kurzen Zwischenstopp in der schönen Jugendherberge mit Blick auf viel Natur, machten wir uns zur ersten Schwimmeinheit auf. So kam es dazu, dass wir um 18 Uhr ins Wasser der Ostsee rannten und uns die ersten Sonnenbrände des Jahres holten. Nach einer Stunde hatte dann auch endgültig jeder Hunger und so saßen wir kurze Zeit später mit nassen Haaren bei L‘Osteria. Vom Hunger mitgerissen bestellte sich jeder eine große Pizza, nur um dann mit einer halben, nicht geschafften, Pizza in der Tüte zur Jugendherberge zurückzulaufen.

Als wir noch bis spät abends Karten spielten, wuchsen die Zweifel um das morgige Aufstehen um 6.30 Uhr, mit jeder neu gelegten Uno-Karte. Als es dann doch alle pünktlich zum Frühstück schafften, stand zuerst Geburtstagskuchen an: Anna hat Geburtstag!
Mit ordentlich Papageienkuchen im Bauch fuhren wir samt unserer Schwimmtaschen zum HanseDom. Für eine stimmungsvolle Fahrt sorgte unser hochmotivierter Trainer, Adrian Rodriguez Weber, mit einer energischen Playlist und auch einzelnen Gesangseinlagen seinerseits. Vor der Schwimmhalle kam es dann erstmal zum standardmäßigen Gruppenfoto, bevor wir uns fürs Einschwimmen fertig machen konnten.

An diesem vorsommerlichen Wochenende konnten wir durch mehrere Ausgänge auch frei auf die umliegenden Wiesen und auch regelmäßig den Kuchenbasar des PSV Stralsund besuchen. Damit wurde es zu einer willkommenen Pause zwischen den vielen Starts, wovon es für den SC Eintracht Berlin am Samstag insgesamt 35 Einzel- und zwei Staffelstarts gab.
Wobei wir besonders stolz auf unsere Frauenstaffel waren, mit der wir uns jedes Mal auf dem ersten Platz des Siegertreppchens wiederfanden (Die Jungs waren auch ganz okay).
Nach einem erfolgreichen ersten Wettkampftag machten wir nochmal als versammelte Mannschaft das Spaßbad unsicher. Vor allem bei der Wildwasserrutsche stellten wir höchste Teamfähigkeit unter Beweis, als wir uns gegenseitig festhielten oder als wir eine breite Rutsche kurz nacheinander runterdüsten, womit wir uns von da an als „die Fliegerstaffel“ betitelten. Nach so viel Wasser verzichteten wir auf noch ein Bad in der Ostsee und machten uns auf die direkte Suche nach Abendessen.
Einstimmig entschieden wir uns für McDonald’s und warteten bereits kurze Zeit später mit einem unglaublich langen Kassenzettel an acht provisorisch zusammengeschobenen Tischen.
Nach bemerkenswert kurzer Zeit türmten sich die Schachteln der 20er-Chicken-Nuggets und die Pommes fanden sich auch überall wieder. Nachdem wir den Ketchupvorrat der nächsten Monate leergeräumt haben, fuhren wir zurück zur Jugendherberge.
Der Wecker klingelte am Sonntag noch früher, damit wir die Zimmer leer räumen und nochmal mit dem Besen durchgehen konnten.
Nach dem Frühstück trugen wir unsere riesigen Koffer von der vierten Etage bis ins Erdgeschoss, da in der Jugendherberge kein Fahrstuhl aufzufinden war.
Bis wir dann alle abreisebereit waren, steckten wir schon in einem kleinen Zeitstress und mussten dann, nach einem Sprint zur Schwimmhalle, unser Einschwimmen ein wenig kürzen. Nicht zuletzt wurde der Zeitdruck von zwei unserer Schwimmerinnen verstärkt, die beide im Finale über 100m Freistil waren, der erste Wettkampf am Morgen. Glücklicherweise lief alles gut und keiner verpasste seinen Start. So kamen wir am Sonntag auf insgesamt 30 Einzel- und 5 Staffelstarts. Zudem war der Wettkampf nicht nur als Team ein totaler Erfolg, sondern auch, was den Medaillenspiegel betrifft. So kam es über das ganze Wochenende zu sechs Goldmedaillen, zehn Silbermedaillen und sechs Bronzemedaillen. Zu den Medaillen kommen auch noch die Pokale durch die Staffeln, von denen dreimal der erste Platz erreicht wurde, einmal der zweite und zweimal stand Eintracht auf dem dritten. In der Mannschaftswertung erreichte SC Eintracht Berlin den sechsten Platz mit 176 Punkten.

Um 15.30 Uhr endete der Wettkampf und wir suchten in höchster Geschwindigkeit die Wasserrutschen für eine letzte Runde auf.
Freudig fuhren wir zu dem Ort, der unser Abschlussritual für das internationale Schwimmfest des PSV Stralsund um den Zürich-Pokal darstellte, der wahrscheinlich beste Fischbrötchenladen Stralsunds!
Das bestätigte uns der Verkäufer auch schon, als er uns freundlich begrüßte und uns sichtlich grübelnd fragte, ob wir nicht letztes Jahr schon einmal dagewesen seien – womit er recht hatte. Er nahm unsere Bestellung über Fischbrötchen und vereinzelte Pommes entgegen und bot uns mit seinem Stand direkt am Wasser eine unglaublich schöne Aussicht auf die Ostsee. Begleitet vom typischen Wind der Ostsee und 14 Fischbrötchen später spazierten wir zurück zu den beiden Autos.
In ähnlicher Konstellation wie auf der Hinfahrt fuhren wir um 18 Uhr zurück. Unter Anleitung unseres Trainers putzten wir nochmal den Vereinsbus, bevor wir dann um 21 Uhr zurück an der Schwimmhalle in Kaulsdorf-Nord standen und auf kreativste Weisen eingeschlafene Sportler weckten. Ziemlich müde verabschiedeten wir uns und kamen nicht nur mit sehr viel Gepäck, sondern auch mit noch mehr schönen Erlebnissen und Erinnerungen, die wohl für immer bleiben, nach Hause.
Ein großes Dankeschön an Katrin Dorn und unseren fantastischen Trainer Adrian Rodriguez Weber für dieses erfolgreiche und unglaublich tolle Wochenende!
